Frauenfilme
Männer und Frauen sind eben anders – auch im Kino
Spätestens seit Dirty Dancing wissen wir es alle: Es gibt Filme, die sind nur für Frauen gemacht. Neben der guten Gelegenheit mal mit der besten Freundin für einen Abend allein im Kino zu verschwinden gibt es in Frauenfilmen nun mal Sequenzen, die Männer einfach nicht verstehen können. Stimmt das wirklich oder ist das nur eine der vielzitierten weiblichen Ausreden für einen Mädelabend?
Romantik pur
Es soll tatsächlich auch Männer geben, die den romantischen Touch des weiblichen Kinogenres durchaus amüsant finden. Sollten Sie so ein Goldstück Ihr Eigen nennen, dann nichts wie ab ins nächste Filmtheater!
Darf Dirty Harry weinerlich sein?
Frauenfilme sind in ihrer Komplexität einzigartig und bei den Protagonisten des Genres fällt auf, dass die Damen vielfach in ihrem Leben unterschiedliche Rollen spielen. Frauenfiguren sind vielschichtiger: Nach außen hin tough darf die Rolle auch das schüchterne Pendant in anderen Situationen zulassen. Was wäre aber, wenn Dirty Harry nach der Verbecherjagd im stillen Kämmerlein ein paar Tränchen verdrücken würde? Er hätte sofort seine Glaubhaftigkeit verloren und welcher Mann würde seiner Geschichte dann noch einen zweiten tieferen Blick gönnen?
Wir Frauen spiegeln uns im Gesehenen
Frauenfilme sprühen oftmals vor Selbstironie und Humor und werden auf diese Weise zu einem Feuerwerk an urkomischen Szenen, in denen wir, die Adressatinnen, uns spiegeln können. Welcher Mann könnte lachen über einen Macho, der selbstzweifelnd ganze Berge von Schokolade verschlingt ohne sein Leben dadurch wirklich in den Griff zu bekommen? Wir Frauen hingegen erkennen uns und unsere kleinen Macken sofort wieder und können herzlich über die Protagonisten und gleichzeitig uns selbst lachen. Das tut der Seele gut. Deshalb sind Frauenfilme auch häufig als „Feel-Good-Filme“ verschrien. Da kann auf ein Happy End keinesfalls verzichtet werden. Doch auch hier können sich Varianten ergeben, mit denen zu Beginn eines Films noch nicht gerechnet werden kann und so ist nicht automatisch Langeweile vorprogrammiert.
Frauenleben sind vielschichtig und interessant
Filme über große Personen wie zum Beispiel Jeanne d’Arc, Königin Elisabeth oder jüngst Hildegard von Bingen und die fiktive Person der Päpstin zeigen auch, dass weibliche Zuschauer begeistert sind von der Detailtreue der Geschichten, die in allen Facetten von den Zuschauerinnen auf – und wahrgenommen werden.
Und was erwartet die weiblichen Kinofans im Jahr 2010?
Die romantische Komödie „Leap year“ macht den Anfang und erzählt die Geschichte eines immer wiederkehrenden Heiratsantrags mit Hindernissen. Bei „In meinem Himmel“, dem Film über ein ermordetes Mädchen, das den eigenen Mörder überführt wissen möchte, wird ebenso viel Spannung und Tiefe geboten, wie in der Buchvorlage. Das Frauen-Road-Movie „Das gelbe Segel“ zeigt die gemeinsame Reise dreier nicht nur im Alter verschiedener Menschen, die einander sehr nahe kommen.
So beginnt das Kinojahr 2010 recht vielversprechend – bereiten Sie Ihren Mann also schon mal darauf vor!
Der letzte Senf