Familienfilme
Samstag, Zeit für den wöchentlichen Familienfilm. Und Zeit für die wöchentliche Familienfilmdiskussion. Das Eröffnungsplädoyer hält mein Großer, indem er anführt, wie wichtig es ist, dass wir heute abend zusammen den neuen Ice-Age anschauen … zum 5. Mal. Unsere Mittlere ignoriert das gekonnt und wedelt mir mit der Cinderella-DVD vor der Nase herum. Den haben wir zwar auch schon mindestens 3 mal gesehen, aber wir Frauen müssen zusammenhalten.
Der Kleine schwankt noch welche Partei er ergreifen soll, entscheidet sich dann aber spontan ganz anders und kräht “Benamin! Benamin!” Ja stimmt, seine Benjamin Blümchen DVD ist ja schon mindestens 2 Tage nicht mehr abgespielt worden.
Das Dilemma
Offensichtlich ist die verzwickte Lage, mein Mann und ich schauen uns achselzuckend an. Ein schöner Familienfilm, an dem unser großer Grundschüler, unsere Prinzessin und auch der 3-jährige Krümel Spaß haben. Das ist eine Aufgabe, die in ihrem Schwierigkeitsgrad ihresgleichen sucht.
Wichtig war uns immer die Gewaltfreiheit. Und es wäre mir auch lieb, wenn unsere drei nicht noch mehr Schimpfwörter lernen, als sie eh schon nach hause bringen.
Die Lösung
Was also tun?! Generationen von Eltern wissen: Mit Disney macht man selten etwas verkehrt. Witz in kindgerechter Form, farbenfrohe Charaktere und auch Spaß für die Eltern. Auch von Pixar werden wir mit mürrischen Mammuts und heroischen Spielzeugcowboys versorgt. Und wenn all das ausgeschöpft ist? Wenn wir auch von Pippi Langstrumpf bis zum Michel aus Lönneberga alles durch haben?
Dann kommt Mamas alte Schatzkiste zum Vorschein.
“Puppen?” Mein Großer verzieht angeekelt das Gesicht, als ich die Augsburger Puppenkiste heraushole, eine DVD-Box, an der ich nciht vorbei gehen konnte. Doch nur 10 Minuten später sind meine drei Streithähne friedlich vereint gebannt von dem liebenswert tollpatschigen Roboter Schlupp.
Fazit
Ein Familienfilm soll vor allem eines: begeistern! Und dazu muss es nicht immer das neuste Wunderwerk der Medienkonzerne sein.
Der letzte Senf